Ängste überwinden


Sarah sitzt meditierend auf einem Holzsteg

Wie weit können wir uns in unsere Ängste hineingeben? Uns Schritt für Schritt vortasten und sie erkunden? Wie weit gelingt es uns, sie so zu überwinden, an ihnen zu wachsen und uns selbst ein Stück weiter kennenzulernen?

Wie gehen wir vorwärts, obwohl unsere Angst uns lähmt, paralysiert und aufhält, sodass wir kreativ werden und Auswege finden, um uns unseren Ängsten nicht stellen zu müssen? Wovor fürchten wir uns? Was erwartet uns, wenn wir durch das Tor der Dunkelheit schreiten?

Ist es das Unbekannte? Weil wir nicht wissen, was uns erwartet? Oder spüren wir nicht eigentlich unbewusst, tief in uns drin, bereits was uns erwartet — und gehen darum nicht tiefer, weiter? Warum lassen wir uns von ihnen aufhalten, obwohl wir so sehnlichst unsere Wünsche und Träume erfüllt sehen wollen?

Es gibt viele Wege daraus, und doch sind sie nur Ablenkungen, uns dem eigentlichen Weg zu stellen: uns unseren Ängsten zu stellen und sie anzunehmen, sie kennenzulernen und uns mit ihnen auseinanderzusetzen. Sie zu erkunden, mit ihnen zu spielen. Wenn wir mit unseren Ängsten in den Dialog gehen und sie als unseren Freund und Helfer annehmen können, können sie unsere grösste Befreiung sein.

Sind Ängste gleich Ängste?

Es gibt persönliche und kollektive Ängste. Kollektive Ängste haben wir übernommen — sie gehören uns nicht, und trotzdem fühlen sie sich an, als wären sie real und unsere eigenen. Wir brauchen uns vor unseren Ängsten nicht zu fürchten. Sie sind da, um uns den Weg zu weisen. Dort, wo unsere grössten Ängste sind, befindet sich unser grösstes Wachstumspotenzial.

Und dafür sind wir alle hier: um zu lernen und zu wachsen. Unsere Seele hat sich bestimmte Themen ausgesucht, die sie hier erfahren und bearbeiten möchte. Darum passieren dir in deinem Leben Dinge, die vielleicht nicht angenehm sind. Aber sobald wir einmal angenommen haben, wo wir stehen, und uns entscheiden, da durchzugehen, erfahren wir die grösstmögliche Erfüllung — weil wir es geschafft haben, weil wir gewachsen sind.

Und dann ist das Leben nicht gegen dich, sondern für dich. Quasi dein Sprungbrett in ein neues Bewusstsein und Lebensgefühl. Vielleicht entdecken wir dadurch sogar versteckte Talente oder Ressourcen, die unser Leben bereichern.

Ich selbst kenne das Thema Ängste sehr gut. Ängste beschäftigen mich schon mein Leben lang und haben mich lange Zeit klein und gefangen gehalten. Doch wir werden unsere Ängste nicht einfach los. Ängste sind ein Teil unseres Lebens — und solange wir dies nicht akzeptiert haben, werden sie uns weiter klein halten. Erst wenn wir unsere Ängste überwinden, fühlen wir uns richtig lebendig. Das ist es, worum es geht: dieses Leben zu erfahren, mit all seinen Höhen und Tiefen. Daraus zu lernen und daran zu wachsen.

Aus der Angst? Durch die Angst! Aber wie?

Ich habe dir hier vier Inspirationen, wie du dich der Überwindung deiner Ängste nähern kannst. Am besten schreibst du dir die Antworten in ein Journal — dann verschwinden sie nicht gleich wieder aus deinem Kopf. Denn unser Verstand möchte uns schützen und verdrängt Erkanntes gerne wieder, weil wir uns sonst verändern müssten.

1. Werde dir deiner Ängste bewusst

Wie zeigen sie sich? Wovon halten sie dich ab? Welche Muster kannst du in deinem Leben erkennen? Wovon träumst du schon dein Leben lang, hast es aber bis jetzt noch nicht verwirklicht?

2. Welche Auswege wählst du?

Welche Schutzstrategien wendest du an, damit du dich nicht deinen Ängsten stellen musst? Was tust du, um deinen Ängsten aus dem Weg zu gehen, damit du deine gewohnte Sicherheit nicht verlassen musst? Welche Muster erkennst du?

3. Verbinde dich mit deiner Intuition

Erkunde die Antworten, die tief in deinem Unterbewusstsein schlummern. Was glaubst du tief in dir drin, was mit dir passiert, wenn deine Ängste real werden? Was bringt es dir, an dieser Überzeugung festzuhalten? Solange wir einen Nutzen aus der Angst ziehen, lassen wir sie nicht los.

4. Just do it!

Wie innen, so aussen. Ohne aktive Handlung geht es nicht. Sobald wir uns unseren Ängsten in der Innenwelt gestellt und sie so weit wie möglich aufgelöst haben, dürfen wir uns ihnen in unserer Aussenwelt stellen — abschliessen und neue, positive Erfahrungen machen, indem wir aktiv durch unsere Ängste gehen.

Es ist möglich, uns unseren Ängsten zu stellen, durch sie hindurchzugehen und sie zu überwinden — und wir müssen dies nicht alleine tun. Wir dürfen uns Unterstützung holen, über unsere Ängste sprechen und sie mit anderen teilen. Darum: Sei mutig und stell dich deinen Ängsten!


Wenn dich das hier berührt hat: Mit dem kostenfreien Inner Home Reading kannst du gleich noch tiefer schauen, welche Schutzstrategie dein inneres Kind gerade trägt.

Ich teile auf Instagram regelmässig mehr dazu — magst du vorbeischauen und deine Gedanken mit mir teilen?

Maybe it's time to wake up, heal and change our minds!
Sarah